Das wilde Meer des Cilento
Tag 1 – Punta Tresino
Das Abenteuer beginnt in Punta Tresino, einem der ursprünglichsten Küstenabschnitte des Cilento, zwischen Agropoli und Santa Maria di Castellabate gelegen. In diesem Reich, das von mediterraner Macchia und dem Flug der Greifvögel geprägt ist, wird die Stille nur durch die Geräusche der Natur unterbrochen. Fast ausschließlich zu Fuß, mit dem Mountainbike oder über das Meer erreichbar, enthüllt die Region kleine einsame Buchten wie die Spiaggia del Saùco und den Bereich von Punta Pagliarolo, wo kristallklares Wasser zu einer Pause einlädt.
📌 Entlang des Weges tauchen die Ruinen des Dorfes San Giovanni und die alten Wachtürme auf – einstige Wächter gegen Piratenüberfälle.
💡 Die üppige Vegetation erfordert Anpassungsfähigkeit und geeignetes Schuhwerk.
Tag 2 – Punta Licosa
Vom Hafen von San Marco di Castellabate führt das Meer nach Punta Licosa, dem Herzen der Area Marina Protetta. Berühmt für die Legende der Meerjungfrau Leucosia, verzaubert dieser Ort mit seinen artenreichen Meeresgründen und einem Pinienwald, der bis an die Wellen reicht. Ein Picknick zwischen den Felsen ermöglicht es, dem Klang des Meeres zu lauschen, während der Sonnenuntergang den Himmel in Orange- und Violetttöne taucht und die ikonische Isola di Licosa mit ihrem Leuchtturm in Szene setzt.
💡Neben der Erkundung per Boot kann die Landspitze auch über einen unbefestigten Weg erreicht werden, der unvergessliche Ausblicke auf den Golfo di Salerno bietet.
Tag 3 – Capo Palinuro
Der dritte Tag ist der majestätischen Landschaft von Palinuro gewidmet. Die Erkundung der Landspitze ist ohne eine Bootstour zu den Karsthöhlen nicht vollständig: Die Grotta Azzurra, die Grotta del Sangue und die Grotta dei Monaci bieten spektakuläre Lichtspiele. Zur Entspannung laden der berühmte Arco Naturale und die abgelegene Baia del Buon Dormire ein – ein natürliches Amphitheater aus Felsen und smaragdgrünem Wasser, das nur vom Meer aus erreichbar ist.
📌 Der Sentiero della Primula führt entlang der Klippen und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Küste sowie auf die seltene Primula Palinuri, das botanische Symbol des Parks.
Tage 4/5 – Marina di Camerota, Baia degli Infreschi
Die Meeresgründe von Marina di Camerota sind ein unwiderstehliches Ziel für Schnorchelbegeisterte. Unterwasserklippen, Höhlen und Seegraswiesen mit Posidonia beherbergen eine erstaunliche Artenvielfalt. Die Küste reiht eine Perle an die andere: von der felsigen Cala del Pozzallo bis zur weißen Cala Bianca, die dank des Kontrasts zwischen den weißen Kieselsteinen und dem tiefblauen Meer mehrfach zu den schönsten Stränden Italiens gewählt wurde. Unter den versteckten Buchten der Region ragen die Grotta degli Innamorati und die Grotta del Toro hervor, die beide nur über das Meer erreichbar sind.
Der Höhepunkt der Erkundung ist die Baia degli Infreschi. Dieser natürliche Hafen, eingebettet in eine wilde Landschaft, ist ein Juwel von außergewöhnlicher Klarheit.
📌 Der Weg, der von der Spiaggia di Lentiscelle startet, ist ein sinnliches Erlebnis zwischen den Düften von Rosmarin und Myrte und erreicht die Bucht nach etwa zweieinhalb Stunden Wanderung.
💡 Die Monate Mai, Juni und September bieten die ideale Ruhe, um die Essenz dieses Ortes zu erleben.
Tag 6 – Costa della Masseta und Scario
Die Reise führt weiter zur Costa della Masseta, einem Küstenabschnitt mit steilen Felswänden und Unterwasserhöhlen. Vom Fischerdorf Scario aus bringen kleine Boote Besucher zu versteckten Buchten wie der Spiaggia della Tragara oder Punta Spinosa, wo das Wasser in tiefen Kobalttönen schimmert.
📌Für Trekkingliebhaber ist der Sentiero della Masseta ein Wanderweg, der an der Chiesa dell’Immacolata in Scario beginnt und spektakuläre Ausblicke über den Golfo di Policastro bietet.
Tag 7 – Sapri
Das Abenteuer endet in Sapri, wo Geschichte auf Legende trifft. Der Weg „Apprezzami l’Asino“ ist eine etwa 5 km lange Wanderung hoch über dem Meer, die einst die einzige Verbindung entlang der Küste darstellte. Zwischen Felswänden und mediterraner Vegetation reicht der Blick bis zur Statue der Spigolatrice und zum Torre di Capobianco.
💡Für ausgesetzte Abschnitte sind feste Wanderschuhe und ausreichend Wasser unbedingt erforderlich.