Route zu den Sammaro-Schluchten und den Geisterdörfern
Die Route beginnt mit der Anfahrt mit dem Auto zur Gemeinde Sacco, wo das Fahrzeug in der Nähe des Beginns des Wanderweges abgestellt werden kann. Von hier aus führt der Weg etwa 20 Minuten zu Fuß über einen abwärts verlaufenden Pfad zu den spektakulären Sammaro-Schluchten, einem der faszinierendsten Naturgebiete des Cilento. Es eröffnet sich eine tiefe Kalksteinschlucht mit senkrechten Felswänden, kristallklaren Quellen und smaragdgrünen Wasserbecken, eingebettet in eine üppige Vegetation.
💡Der Weg erfordert Vorsicht; die Felsen in Wassernähe sind häufig rutschig.
Das Gebiet ist außerdem eines der letzten Rückzugsgebiete des Europäischen Fischotters, einer seltenen Art, die in den besonders reinen Gewässern des Flusses lebt.
Nach der Erkundung der Schluchten erfolgt der Rückweg über einen gestuften Pfad und einen alten gepflasterten Weg. Durch Wälder und unberührte Landschaften erreicht man Sacco Vecchia, eine mittelalterliche Siedlung, die auf einem Felsvorsprung thront: ein natürlicher Aussichtsbalkon mit einem atemberaubenden Blick über das umliegende Tal. Wieder am Auto angekommen, führt die Route über die eindrucksvolle Ponte di Sacco, eine einbogige Brücke, die harmonisch in die Landschaft des Cilento eingebettet ist.
Der Tag findet seinen Abschluss in Roscigno Vecchio, einem der am besten erhaltenen Geisterdörfer Italiens. Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund langsamer, aber unaufhaltsamer Erdrutsche evakuiert, ist der Ort bis heute wie eingefroren: Der zentrale Platz, das Museum der bäuerlichen Kultur und die Kirche San Nicola di Bari erzählen die Geschichte eines unterbrochenen Lebens.
Ein Spaziergang zwischen den Steinhäusern und den gepflasterten Gassen vermittelt das Gefühl einer Reise in eine vergangene Zeit. Bei Sonnenuntergang taucht das goldene Licht die Steinfassaden in eine besondere Atmosphäre und verwandelt das Dorf in eine zeitlose Kulisse.